Per Auto oder zu Fuß durch die Savanne

Die Frans Indongo Lodge liegt inmitten einer 17.000 ha (170 km²) großen Farm mit Dornbusch-Savanne, die nur noch zu einem kleinen Teil für den landwirtschaftlichen Betrieb genutzt wird. Der Schwerpunkt liegt auf der Hege des Wildes. Neben Gemsbock, Steppenzebra, Kudu und Springbock gibt es auch seltenere Tiere wie Elen-, Rappen- und Pferdeantilope, Impala und Weißschwanz-Gnu sowie Breitmaul- und das bedrohte Spitzmaul-Nashorn. Auf einer Rundfahrt (etwa 2 Stunden) im offenen Geländewagen lässt sich das Wild gut beobachten und fotografieren.

Wer die Natur zu Fuß erkunden möchte, hat drei verschieden lange Wanderwege zur Wahl (1,5 bis 4 Stunden). Oft kreuzen Antilopen den Weg. Der Anstieg auf einen kleinen Berg wird mit einem herrlichen Rundblick über die weiten Ebenen der Buschsavanne bis hinüber zum Waterberg belohnt. Außerdem erfährt man viel Interessantes über Bäume am Wegesrand. Eine Botanikerin hat viele typische Bäume und Sträucher anhand der "Pocket List of Southern African Indigenous Trees" mit Nummern versehen. Diese Nummern werden in guten Pflanzenführern verwendet, so dass man zu jedem markierten Baum oder Strauch interessante Informationen nachlesen kann.


Sprinttraining für Geparden

Der Lebensraum für frei lebende Geparden ist weltweit dramatisch geschrumpft. So gehört das schnellste Landtier der Erde heute zu den stark gefährdeten Tierarten. Mit rund 2.500 Tieren verfügt Namibia über die größte Population der Welt. Um den Gepard in Namibia zu schützen, wurde 1990 der Cheetah Conservation Fund (CCF) gegründet.

Das ebenso informative wie unterhaltsame Informationszentrum lohnt einen Besuch. In den weitläufigen Gehegen nebenan leben Geparden, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr frei gelassen werden können. Sie sind gut zu fotografieren. An bestimmten Tagen kann man bei einem Lauftraining für die Geparden zuschauen.

Der CCF ist etwa 45 Autominuten von der Frans Indongo Lodge entfernt. Ein Ausflug dauert etwa einen halben Tag. [mehr zum CCF: www.cheetah.org


Restaurant für Geier

Der im Jahre 2000 gegründete Rare and Endangered Species Trust (REST) hat sich vor allem dem Schutz des Kapgeiers verschrieben, der in Namibia vom Aussterben bedroht ist. Von ehemals landesweit sieben Kolonien mit etwa 2.000 Vögeln lebt die letzte Kolonie mit nur noch elf Kapgeiern in den Steilhängen des Waterbergs. Zur Beobachtung und Erforschung der Vögel hat REST ein Geier-Restaurant mit Unterstand errichtet. Regelmäßig wird dort Aas ausgelegt, das auch Kapgeier, aber vor allem Hunderte Weißrücken- und Ohrengeier anlockt.

Vom Unterstand aus kann man gut fotografieren. In einer großen Voliere können Besucher den flugunfähigen Geier 'Nelson' aus der Nähe kennen lernen. Das Forschungs- und Schulungszentrum von REST vermittelt viele interessante Fakten über die nützlichen Aasvögel.

Die Fahrzeit von der Frans Indongo Lodge aus, beträgt ungefähr eineinhalb Stunden. Für einen Besuch sollte man morgens oder nachmittags zwei bis drei Stunden einplanen. [mehr zu REST: www.restafrica.org


Selbstfahrerausflug zum Waterberg

An den östlichen Steilhängen des "Wasserbergs" befinden sich starke Quellen, die für eine fast paradiesische Flora sorgen. Das Plateau des Tafelbergs ist seit 1972 Naturreservat. Zu schützende Tierarten wie Rappenantilope, Büffel und Nashorn wurden dort angesiedelt. Außerdem kann man seltene Vogelarten wie den Rüppell-Papagei beobachten. Vom halbstaatlichen Rastlager aus führt ein Pfad hinauf auf die Felsen am Rand des Plateaus, auf dem Klippschliefer und Klippspringer leben. In der historischen Polizeistation befindet sich heute ein Restaurant mit vielen Bildern aus alten Zeiten.

Für einen Selbstfahrerausflug sollte man sich einen Tag Zeit nehmen.


Kulturzentrum der Herero

Östlich des Waterbergs, nahe der Ortschaft Okakarara, befindet sich die Farm Hamakari. Dort wurden im Jahre 1904 die Kämpfer der OvaHerero von der Deutschen Schutztruppe vernichtend geschlagen. Heute entsteht an dieser historischen Stätte ein Kultur- und Tourismuszentrum, das eine Ausstellung zur Geschichte und Kultur der Ovaherero beherbergen soll; außerdem wird dort Kunsthandwerk verkauft.

Man kann das Zentrum sehr gut im Zuge eines Abstechers vom Waterberg aus besuchen.


Stippvisite in Otjiwarongo

Das gemütliche Städtchen ist per Auto in einer halben Stunde erreichbar. Bei OMAUE erhält man ein großes Angebot an einheimischen Mineralien und Schmucksteinen. Eine Krokodil-Zuchtfarm bietet Führungen an, auf denen man viel Interessantes über die urzeitlichen Reptilien, ihre Aufzucht und die Herstellung von Krokodilleder erfährt. Im Heimatmuseum sind Gegenstände von Farmen der Umgebung ausgestellt.

 

 

 

 update: 19.01.2009 10:13

2005 by NamibiaOnline.NET